Candyass

Orgy - Candyass
01. Social Enemies
02. Stitches
03. Dissention
04. Platinum
05. Fetisha
06. Fiend
07. Blue Monday (New Order Cover)
08. Gender
09. All The Same
10. Pantomime
11. Revival (feat. Jonathan Davis)
12. Dizzy

Produziert von: Josh Abraham, Orgy
VÖ: 18. August 1998

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“Wir wissen nie, wie die Menschen auf unsere Band reagieren”, sagt Orgy-Sänger Jay Gordon. “Aber es gibt immer eine Reaktion.” Dem stimmt Gitarrist Ryan Shuck zu. “Jeder hat eine Meinung zu uns.” … inklusive der Nu Metal-Legende KoRn, die Orgy als erste Band für ihr neues eigenes Plattenlabel Elementree Records unter Vertrag nahmen.

“Es ist frisch, es ist neu – und genau das ist es, was mich daran fasziniert”, schwärmt KoRn-Sänger Jonathan Davis. “Ich denke, sie werden viele junge Leute ansprechen – ganz verschiedene Arten von Menschen. Sie sind hübsche, modebewusste Kerle, daher werden die Mädels garantiert auf sie abfahren. Aber trotzdem sind sie hart drauf, daher hoffe ich, dass auch viele unserer Kumpels auf sie stehen werden.”

Orgy haben sich nicht wie andere Bands zusammengefunden, sondern sind eher “passiert”. Die fünf Bandmitglieder aus Südkalifornien kannten sich bereits seit längerer Zeit, hingen zusammen herum und spielten in verschiedenen Bands.

Ryan und ich haben das Konzept ‘Orgy‘ gerade mal sechs Monate vor unserem Plattenvertrag entworfen”, erzählt Jay. “Immer wenn wir uns trafen, schrieben wir zusammen Songs. Es fing alles in einer Garage an, mit unserem Co-Produzenten Josh Abraham. Kaum hatten wir dann mal einen Haufen Rohmaterial zusammengetragen, nahmen wir auch schon ein Album auf und schmiedeten Pläne für eine Tour mit KoRn!”

“Wir wollten nicht zuerst auf eine kleine Club-Tour gehen, uns dabei in den Clubs zu Tode spielen und am Ende völlig ausgebrannt dastehen”, fügt Ryan hinzu. “Immer und immer wieder in kleinen Venues vor unseren Freunden spielen… Das wäre sinnlos gewesen. Wir sind einfach ins Studio gegangen und haben aufgenommen, was und wer wir sind.”

“Wir wollten die Katze nicht zu früh aus dem Sack lassen”, wirft Bassist Paige Haley ein. Direkt das Album aufzunehmen, ermöglichte der Band, die ursprüngliche Energie, die sie zusammenbrachte, wieder einzufangen. Sie vertrauten ihren Instinkten in dem Glauben, dass, wenn man zu viel an etwas arbeitet, der kreative Funke verlorengeht.

Dieser kreative Funke wuchs schnell zu einem Inferno heran – einem spektakulären Debüt namens Candyass. Wenn man die Band jedoch nach der Bedeutung der zwölf von ihnen und Josh Abraham produzierten Songs fragt, verneinen sie direkt jegliche ernste Absichten. “Eigentlich ist alles purer Schwachsinn”, lacht Jay. “Wir haben mehr oder weniger einen Haufen Lügen und Märchen heraufbeschworen.” Jedoch streitet er nicht ab, dass der Aspekt der Atmosphäre eine große Rolle bei den Aufnahmen gespielt hat: “Das Album wurde in einer riesigen Hütte auf einem schneebedeckten Berg in Lake Tahoe aufgenommen. Es hatte definitiv so ein Shining-Feeling. Das ‘Hüttenfieber’ setzte schon nach einer Viertelstunde ein – direkt, nachdem sich der Truck auf den Weg zurück nach Los Angeles gemacht hatte.”

“Es ist ein rohes Album”, stellt Ryan fest. “Voller 5-Uhr-Morgens-, Angepisst-, Mit-den-anderen-streiten-, Sich- gegenseitig-umbringen-Stimmung. Die Musik fühlt sich innovativ und futuristisch an. Ja, ziemlich cool.”

Paige fügt hinzu: “Man kann es vielleicht auch ‘Death-Pop‘ nennen.” “Unsere Songs sind alle ein wenig gestört, aber ich kann sie mir definitiv im Radio vorstellen”, sagt Ryan, der übrigens KoRns Hit “Blind” mitschrieb. “Sucht nicht nach einer tiefgründigeren Bedeutung.”

“Wir benutzen alles, was du dir vorstellen kannst, auf dieser Platte”, erklärt Synth-Gitarren-Magier Amir Derakh. “Seien es Old School-Sounds, hochmoderne technische Klänge oder auch alles dazwischen.”

Was den Namen Orgy betrifft, sollte man nicht denken, dass er nur eine einzige Bedeutung hat. “Glaubt es oder nicht, aber der Bandname hat keinerlei sexuelle Konnotationen”, sagt Jay. “Es steckt eine musikalische Anspielung dahinter. Man könnte sagen, wir spielen eine ‘Klangcollage’, eine Sound-Orgie. Trotzdem ist es schwierig, der Dame in der Bäckerei zu sagen, dass man in einer Band namens Orgy spielt und dabei ernst zu bleiben.”

“Unser Sound ist tatsächlich ein Mix aus vielen verschiedenen Musikrichtungen”, schließt Amir. “Und das Gute an dem Bandnamen ist, dass er definitiv im Gedächtnis bleibt!”

Orgy - Candyass (Promo Picture)